Der Zustand vor der Sanierung
Bestand
Der Sparrenfuß steht auf einer "äußeren Fußpfette", während die Pfettenstiele auf einer "inneren Fußpfette" stehen. Beide Fußpfette liegen auf den Deckenbalken bzw. Stichbalken, die wiederum auf 2 Schwellen aufliegen ("innere" und "äußere" Schwelle).
Der Dachstuhl des Hauptschiffes der St.-Cyriakus-Kirche in Bruchhausen-Vilsen wurde von uns instand gesetzt.
Der hölzerne Dachstuhl des Hauptschiffes ist ein Pfettendach mit Kehlbalken und Hahnenbalken, der sich im allgemeinen in einem guten Zustand befand.
Die innere Schwelle war zu 80 % so stark geschädigt, dass sie ersetzt werden musste. Teilweise war die innere Schwelle vollständig verschwunden.
Die äußere Schwelle war ebenfalls so stark geschädigt, dass sie ersetzt wurde.
Die innere und äußere Fußpfette waren in Teilbereichen morsch, so dass sie ersetzt werden mussten.
Morscher Balkenkopf
Diverse Balkenköpfe der Stichbalken und Zugbalken waren morsch, so dass ein Austausch hier erforderlich war.
Morscher Sparrenfuß
Gleiches galt für diverse Sparrenfüße, die ebenfalls morsch waren.
Die Instandsetzung
|
Die morschen Bestandteile der Stichbalken wurden abgezeichnet und herausgeschnitten. |
|
Die entstehenden Fehlstellen wurden dann mit einem Eichenfüllholz eingepasst und ausgefüllt. |
|
Das Gleiche Prinzip wurde bei den Sparrenfüße angewandt. Die morschen Bestandteile wurden herausgetrennt |
|
|
durch passgenaue Eichenstücke wieder ausgefüllt. Zum Teil wurden auch komplette Stichbalken ersetzt. |
|
|
Die innere und äußere Schwelle wurde komplett erneuert, ebenso in Teilbereichen die äußere und innere Fußpfette. |
|
Hierbei wurde auch die Verkämmung zwischen Balken und den neuen Schwellen passgenau eingepasst. |
|
Eine besondere Herausforderung stellten die Zugbalken da. Die Balkenköpfe waren hier zum Teil ebenfalls morsch, so dass sie ersetzt werden mussten. Da die Balken jedoch stark auf Zug beansprucht wurden musste eine Lösung zur Übertragung der Zugkräfte gefunden werden. |
|
|
Dieses Problem wurde mit Hilfe eines eingelassenen V2A Stahlbleches gelöst. Die vorhandenen Zugbalken und die neu anzusetzenden Balkenköpfe wurde geschlitzt und mit Passbolzen mit dem Stahlblech verbunden. |
|
|
Der vorhandene Schlitz wurde dann noch aus optischen Gründen wieder mit einem Füllholz geschlossen. |
|